Kanalkante Hamm – Innenstadt 2030 Freiraumplanerischer städtebaulicher Wettbewerb nach RPW 2013
 2017

Ausloberin

Stadt Hamm, der Oberbürgermeister, vertreten durch das Stadtplanungsamt
Gustav-Heinemann-Straße 10
59065 Hamm

Informationen zum Wettbewerb

Die Stadt Hamm betreibt seit vielen Jahrzehnten aktiv die Entwicklung ihrer Innenstadt. Aktuelle Grundlage bildet heute das Integrierte Handlungskonzept „Perspektive Innenstadt 2030“, dessen Maßnahmen nun Zug um Zug vor der Förderkulisse „Stadtumbau West“ durch Unterstützung von Bundes- und Landesmitteln umgesetzt werden.

Im Rahmen dieses Wettbewerbs rücken dabei insbesondere untergenutzte Flächen in direkter Nachbarschaft zur Hammer Innenstadt in unmittelbarer Wasserlage am Datteln-Hamm-Kanal und an der Lippe in den Fokus. Die Entwicklung dieser prominenten Flächen und der damit verbundene freiräumliche Anschluss an die Innenstadt ist neben der Entwicklung des Handelsstandorts und der Sicherung der Wohnfunktion eines der wichtigsten Leitprojekte in der Umsetzung der Ziele aus der „Perspektive Innenstadt 2030“.

Mit der großräumlichen Planung „Hamm ans Wasser“ wurde bereits 2000 grundlegend der Umgang mit dem Thema Wasser in der Stadt Hamm entschieden und in den folgenden Jahren umgesetzt. Im Rahmen der Innenstadtentwicklung besteht nun die Möglichkeit, auch den Kern der Stadt unmittelbar mit den Wasserläufen Kanal und Lippe zu verbinden. Möglich wird dies durch verfügbare Flächen in einzigartiger Lage direkt am Kanal und durch die umsetzungsbezogene Förderung von Bund und Land Nordrhein-Westfalen im Kontext des Städtebaufördergebietes „Innenstadt 2030“.

Bei der Rahmenplanung der Hammer Innenstadt handelt es sich um ein fachübergreifendes Planungswerk, in dem die Vorgaben und Zielsetzungen für die zukünftige Entwicklung des Untersuchungsraumes festgehalten wurden. Hierbei wurden generelle Zielsetzungen als Vorgabe der Rahmenplankonzeption für die Hammer Innenstadt in einem partizipierenden Planungsprozess abgeleitet. Sie beschreiben die Kernaufgaben der Stadtplanung für die nächsten Jahre und bilden somit die Planungsgrundlage für die Durchführung dieses freiraumplanerisch-städtebaulichen Wettbewerbs.

Die vier Kernziele des Wettbewerbs sind wie folgt:

1. Entwicklung eines attraktiven öffentlichen Raums an der Kanalkante unter Berücksichtigung eines erst langfristig denkbaren Kanal- und Schleusenausbaus. Die Teilfläche, die für den Schleusenausbau erst sehr viel später benötigt wird, soll in dem Entwurf im Rahmen einer kreativen temporären Nutzung berücksichtigt werden.

2. Schaffung erlebbarer öffentlicher Räume im neuen Quartier am Kanal, die Synergien mit dem öffentlichen Raum an der Kanalkante und mit der Verbindung in die Innenstadt eingehen.

3. Räumliche und gestalterisch-markante Anbindung der Kanalkante an die City über die Grünanlage Nordringpark, die Museumsstraße in Richtung Marktplatz an der Pauluskirche für Fußgänger und Radfahrer.

4. Urbane städtebaulich / landschaftsplanerische Entwicklung von insgesamt 5 Baufeldern in sinnfälligen Bauabschnitten, die u.a. eine spätere Realisierung des Bausteins des heutigen Wasser- und Schifffahrtsamts erlauben und sich in das neu geplante Freiraumnetz einfügen.

 

Weitere Informationen

Ausgelobt ist ein nichtoffener Realisierungswettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Teilnehmer beschränkt, von denen 7 Teilnehmer durch die Ausloberin gesetzt werden. Über das vorgeschaltete Bewerbungsverfahren werden 13 weitere Büros ermittelt. Erfüllen mehr als 13 Bewerbungen die Kriterien gleichermaßen, wählt die Ausloberin durch Losentscheidung die Teilnehmenden am Wettbewerb aus.

Für die Realisierung der Freianlagen ist seitens der Stadt Hamm ein Abruf der LPH 2-9 §39 HOAI (Honorarzone IV gem. §§ 39 und 40 HOAI) vorgesehen. Dieser erfolgt voraussichtlich stufenweise. Zusätzlich wird die Stadt Hamm die freiraumplanerische und städtebauliche Überarbeitung des Wettbewerbsentwurfes (Masterplan/städtebauliche Studie) beauftragen.

Im Falle der Umsetzung des Projekts beabsichtigt die Ausloberin dem Rat der Stadt Hamm vorzuschlagen, den/die Verfasser des 1. Preises aus dem Realisierungswettbewerb unter Berücksichtigung der Empfehlungen des Preisgerichts und aus der Ergebnisse der Vorprüfung mit den weiteren Planungsleistungen (Freianlagen gem. HOAI § 39 stufenweise LPH 2-9 (Honorarzone IV gem. §§ 39 und 40 HOAI); städtebaulicher Entwurf gem. Merkblatt 51, AKBW) zu beauftragen, sofern kein wichtiger Grund der Beauftragung entgegensteht. Dazu wird die Ausloberin im Anschluss an die Sitzung des Preisgerichts mit dem/den Verfasser/n des 1. Preises aus dem Realisierungswettbewerb in Verhandlung treten.

voraussichtliche Termine

  • Versand der Unterlagen: 26. Juli 2017
  • Rückfragenkolloquium: 21. August 2017
  • Abgabe Pläne: 4. Oktober 2017
  • Preisgericht: 24. November 2017
Leistungen von scheuvens + wachten
  • Entwicklung des Wettbewerbsverfahrens mit dem Auftraggeber
  • EU-weite Ausschreibung und Begleitung des Auswahlverfahrens
  • Koordination des gesamten Wettbewerbsverfahrens
  • Vorprüfung der Wettbewerbsarbeiten, Koordination weiterer Vorprüfer
  • Organisation und Begleitung Preisgericht
  • Dokumentation der Ergebnisse