Konversion Landau Süd Rahmenplanung
Landau in der Pfalz 2015

Fortschreibung des baurechtlichen Rahmenplans und Überführung in eine Gestaltungssatzung

Auftraggeber

Stadt Landau in der Pfalz

Rahmenbedingungen

Etwa ein halbes Jahrhundert lang war die Stadt Landau nach dem Zweiten Weltkrieg der größte französische Garnisonsstandort der Pfalz mit zeitweise etwa 3.000 Soldaten, die in drei großen Kasernen stationiert waren. Nachdem das französische Militär Ende der 1990er Jahre vollständig abgezogen war und die Liegenschaften nach und nach in das Eigentum der Stadt übergingen, stand Landau vor der Aufgabe, rund 330 Hektar an ehemaligen militärischen Flächen einer zukunftsfähigen zivilen Nachnutzung zuzuführen und sie in die bestehenden Stadtstrukturen zu integrieren. „Estienne et Foch“ stellt das nunmehr letzte große, zusammenhängende Konversionsprojekt Landaus dar. Mit dem Projekt bietet sich der Stadt Landau die Chance, einen großen Teil der Stadtentwicklung der kommenden zehn Jahre aktiv zu gestalten und damit vor allem den Süden der Stadt nachhaltig aufzuwerten. Durch die Umnutzung des Areals wird in Landau eine 24 ha große innerstädtische Baufläche für Wohnen und Arbeitsplätze erschlossen.

In den bisherigen Planungsphasen wurde bereits ein baurechtlicher Rahmenplan und darauf aufbauend ein Bebauungsplan erarbeitet. Mit der Bewerbung für die Landesgartenschau, die am 17. April 2015 eröffnet worden ist, wurden weitere Planungen für den öffentlichen Raum und die angrenzenden Freibereiche entwickelt. Die vorhandene Rahmenplanung muss nun fortgeschrieben, wo nötig überarbeitet und in vielen Bereichen detailliert werden, um weiter als Grundlage für die Vermarktung der Bauflächen und Gestaltung der öffentlichen Räume dienen zu können.

Rahmenplan

Die städtebauliche Rahmenplanung berücksichtigt vielfältige Aspekte: Neubauten und der denkmalgeschützte Bestand werden in einen sinnvollen Zusammenhang gebracht, die Architektur der neuen Gebäude wird qualitätsvoll gestaltet und möglichst CO2-neutral, das neue Quartier bildet Übergangszonen zu der umgebenden Bebauung aus. Aspekte der Gartenstadt werden aufgegriffen und in zeitgemäße städtebauliche Strukturen übersetzt. Die Nutzungen Wohnen und Arbeiten werden gemischt, um kurze Wege zu ermöglichen und ein Quartier mit lebendigen Straßenräumen zu schaffen. Zudem werden verschiedene Wohnmodelle sowie Nutzungsstrukturen angeboten, um eine soziale Durchmischung des Quartiers zu erreichen.

Gestaltungshandbuch + Satzung

Die textlichen Formulierung der städtebaulichen und gestalterischen Vorgaben werden grafisch so umgesetzt, dass die Inhalte leicht erkennbar sind und die Anforderungen plastisch und schnell verständlich werden. Dazu gehört es, die gestalterischen Vorgaben in einen Gestaltungskatalog zu übersetzen, der quartiersspezifische Kriterien zu Gebäudetypologien, Baukörper, Materialität und Farben, Vorgartenbereiche usw. definiert. Die Ergebnisse der Planung werden in thematischen / strukturellen Karten, in einfachen Skizzen und Bildern dargestellt. Somit wird für die Öffentlichkeit wie für potenzielle Investoren ein Gesamtbild erzeugt, das auch visuell erfahrbar ist. Das Gestaltungshandbuch als illustrierte Fibel bildet die Grundlage für eine Gestaltungssatzung, die als Rechtssatzung die unabdingbar notwendigen Rahmenbedingungen festschreibt und die planerischen Vorgaben und Wünsche rechtlich absichert.

Leistungen von scheuvens + wachten
  • Erarbeitung und Zusammenfassung räumlicher und thematischer Grundlagen
  • Bündelung und Darstellung von Zwischenergebnissen
  • Fortschreibung des Rahmenplans
  • Erarbeitung des Gestaltungshandbuchs "Wohnpark Am Ebenberg"
  • Entwicklung einer Gestaltungssatzung auf Grundlage des Gestaltungshandbuchs
Kontakt

scheuvens + wachten
Ansprechpartner: Martin Ritscherle
Fon +49.231.18 99 87.16
Mail ritscherle@scheuvens-wachten.de

Ansprechpartner: Marion Stark
Fon +49.231.18 99 87.18
Mail stark@scheuvens-wachten.de

Impressionen