Regionaler Masterplan A40|B1 Konzeption eines Masterplanes
Metropolregion Ruhr 2009

Auftraggeber

Im Auftrag der interkommunalen Initiative der Städte Moers, Duisburg, Mülheim an der Ruhr, Essen, Bochum, Dortmund

Gesamtregionales Entwicklungskonzept

Der Ruhrschnellweg ist eine der zentralen Verkehrspassagen im Ruhrgebiet. Die Straße verknüpft nicht nur die großen Zentren der Region sondern bündelt darüber hinaus eine Vielzahl neuer Zentren rechts und links der Fahrbahn aus jüngerer Zeit. Lage, Funktion und Gesicht der Verkehrsader haben sich im Verlauf der Geschichte erheblich verändert. Die Gestalt des A40|B1 ist dabei eng an den Wandel des Ruhrgebietes geknüpft. Mit dem rasanten Anstieg des motorisierten Individualverkehrs veränderte sich die Funktion des Ruhrschnellweges nochmals erheblich: Diente die Straße vormals als Schnellweg für den Transport von Gütern und Waren, erhält die A40|B1 heute in erster Linie eine erschließende Funktion zur Anbindung der siedlungsstärksten Lagen des Ballungsraumes.

Aufgrund seiner hohen Vernetzungsfunktion besitzt das Band derzeit nicht nur eine große faktische, sondern ebenso eine hohe symbolische Bedeutung. Von der Straße aus werden vielfältige Einblicke in die „Metropole Ruhr“ ermöglicht. In diesem Sinne besitzt der Ruhrschnellweg die Funktion eines „Schaufensters“ zur Darstellung der Metropolregion Ruhr. Damit erfährt der Verkehrs- bzw. Stadtraum an der A40|B1 eine besondere Rolle sowohl zur Imagebildung für die überregionale Außendarstellung als „Metropole im Werden“ wie auch für die Stiftung lokaler Identifikationspotentiale für die ansässige Bevölkerung.

Vor dem Hintergrund der anstehenden Modernisierung des Ruhrschnellweges – dem sukzessiven Ausbau der Straße auf 6 Fahrstreifen – in den nächsten Jahren hat sich die interkommunale Initiative der Städte „von Moers bis Unna“ zum Ziel gesetzt, einen „Regionalen Masterplan“ für den Stadt- und Verkehrsraum entlang des Ruhrschnellweges zu erarbeiten. Beteiligt sind die Städte Moers, Duisburg, Mülheim an der Ruhr, Essen, Bochum, Dortmund und Unna mit Holzwickede. Im Fokus ihres gemeinsamen Interesses steht eine identitätsstiftende Entwicklung und Gestaltung der zentralen Verkehrsachse, um die regionale „Erfahrbarkeit“ der Metropolregion Ruhr zu stärken und das räumliche Profil entlang dieser Verkehrsader zu schärfen. Anliegen ist es, zur Stärkung der regionalen Schaufensterfunktion eine Identität prägende Gestaltung an dem Verkehrsband herbeizuführen. Dazu galt es in einer integrierten Herangehensweise - aus den Blickwinkeln der Stadtentwicklung wie auch der Verkehrsplanung - eine zielführende Gesamtperspektive für die zukünftige Gestaltung des Raumbandes bereitzustellen.

Mit dem Regionalen Masterplan A40|B1 liegt nun ein Planwerk vor, mit dem über die städtebauliche Betrachtung des Stadt- und Verkehrsraumes hinaus stadt- und regionalentwicklungsrelevanter Strategien und Projekte zu dem Zweck formuliert werden, eine (Neu-) Programmierung von Räumen entlang dieser regionalen Passage und eine bessere Vernetzung mit dem angrenzenden Umfeldern künftig herbeizuführen. Im Fokus der Erarbeitung des regionalen Masterplanes standen Fragen, wie dieser inhomogene Stadtraum entlang des 75 Kilometer langen Verkehrsbandes derart gliedert werden kann, dass das regionale Profil erkennbar, die angrenzende Siedlungsstruktur ablesbar und die Orientierungswirkung verbessert werden kann. Mit acht Leitlinien werden hierzu mit dem Planwerk wesentliche Handlungsansätze aufgezeigt, wie die einzelnen Anrainerstädte ihre Wahrnehmbarkeit verbessern, Ihr eigenes spezifisches Gesicht räumlich an dem Verkehrsband ausbilden können. Wichtige Grundlage bildet in diesem Zuge die Definition verschiedenartiger Raumsequenzen. Neben der Formulierung zentraler Leitlinien lag ein weiteres Handlungsfeld in der Identifikation einzelner Standorte, die das Potenzial beinhalten, zur Profilbildung des Metropolraumes Ruhr prägend beizutragen. Mit dem Masterplan sind eine Reihe von Standorten benannt worden, bei denen die Aufwertung und das qualitative „Sichtbar-Machen“ vorhandener und künftiger Standorte ein Schwerpunkt darstellt und mit dem die Erfahrbarkeit der Metropolregion Ruhr gestärkt und das Bild der Region „In-Wert setzend“ gestärkt werden kann. 

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Plan
RegioPol Duisburg-Innenhafen